Kirche Groß Bierstedt

Aufbau und Geschichte

Die Kirche in Bierstedt steht am südöstlichen Rand des Runddorfes. Sie ist ein einfacher Saal aus unregelmäßigen Feldsteinen.

Die Fenster an der Ostseite sind bauzeitlich. Dort gibt es zwei schmale Fenster mit stumpfen Bögen, die eine stichbogige, rechteckige Nische flankieren. Die drei Fenster an der Nordseite und die beiden Fenster an der Südseite stammen aus der Barockzeit. Die Westseite hat nur eine stichbogige Öffnung mit Backsteingewände im Giebel. Der einzige Zugang zur Kirche ist an der Südseite. Die rundbogige Backsteineinfassung scheint aus der Bauzeit zu stammen.Der Innenraum hat eine flache Decke. Der Altar könnte aus dem Mittelalter stammen.

Es gibt keine mittelalterlichen Ausstattungsstücke mehr. Die einzige Bronzeglocke sprang im Dezember 1893 und wurde im Folgejahr durch eine Glocke der Gebrüder Ulrich in Laucha ersetzt.

Es ist nicht sicher, ob die Kirche in Groß Bierstedt (zusammen mit der Kirche in Klein Bierstedt) kurz vor 1304 erbaut wurde. Es ist bekannt, dass die Kirche in diesem Jahr geweiht wurde, es fehlt aber der genau Bezug zu diesem Gebäude.

Besonderes in der Kirche

Die Kirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts ausgestattet und weitestgehend vollständig erhalten. Die Emporen wurden am 22. September 1668 eingeweiht.

Die Kirche Heute

In der Groß Bierstedter Kirche werden mehrmals pro Jahr Gottesdienste gefeiert. Von Ostern bis Oktober kann die Kirche im Rahmen der Offenen Kirche ganztägig besichtigt werden und lädt zur Besinnung und stillen Andacht ein.

Der Gemeindebrief mit aktuellen kirchlichen Informationen und dem Gottesdienstplan ist hier verfügbar.

 

Weiterführende Informationen:
Pfarrer Matthias Friske: „Die mittelalterlichen Kirchen in der nordwestlichen Altmark“, ISBN 978-3-86732-379-6